DAS FÜNF-PUNKTE-PROGRAMM

Der BDA Bayern will der Arbeit der Bayerischen Architektenkammer eine neue Richtung geben – engagiert, mutig und orientiert an den sich stetig verändernden Rahmenbedingungen für Architektinnen und Architekten. Klare Positionen, energisches Handeln, Konsequenz und Glaubwürdigkeit sind die Leitlinien, nach denen wir unseren Einsatz für die Zukunft des Berufsstandes ausrichten.

Unser Spitzenkandidat Karlheinz Beer und sein Team stehen für eine aktive Kammer, die sich vehement für die Interessen aller planenden Kollegen einsetzt. Die den offenen Dialog mit allen Beteiligten in der Kammer und den Diskurs mit der Öffentlichkeit sucht. Die sich an baukulturellen Werten ebenso orientiert wie an wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Voraussetzungen.

Wir wollen die Weichen neu stellen. Dabei setzen wir auf die enge Zusammenarbeit mit allen Verbänden und auf wegweisende Allianzen – in unseren Zielen und unserem Engagement.

Wofür wir stehen:

1. FÜR DIE ZUKUNFT UNSERES BERUFES

Um die Zukunft unseres Berufes zu gestalten, ist gezielte Einflussnahme in Politik und Gesellschaft gefragt. Nur den gestiegenen gesellschaftlichen, rechtlichen, technischen und energetischen Anforderungen gerecht zu werden, wird nicht ausreichen. Wir müssen unsere tragende Rolle in der Wertschöpfungskette von der Planung bis zur Realisierung überzeugend darstellen. Auch um unserer Aufgabe, die Baukultur zu bewahren und mit Qualität und Vielfalt weiterzuentwickeln, im Interesse der Gesellschaft gerecht zu werden.

Deswegen setzen wir uns in der Kammer für die Unabhängigkeit unserer Planung und die Rechte unseres Berufsstandes ein. Wir fordern bessere Arbeitsbedingungen sowie einen offenen Marktzugang auch für kleine und mittlere Büros. Unseren Fokus legen wir dabei auf objektive und transparente Vergabeverfahren, faire Vertragsregelungen mit angemessener Honorierung und die Beschränkung der Haftung.

Der BDA setzt sich ein für:

  • die Wertschätzung unseres Berufes
  • die Unabhängigkeit und Integrität unserer Planung
  • die angemessene Honorierung unserer Leistungen
  • ein faires, transparentes Vergabe- und Wettbewerbswesen
  • die Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen   

2. FÜR EINE AKTIVE KAMMER IN UNSEREM INTERESSE

Die Kammer hat die Interessen unseres Berufsstandes auf allen Ebenen – in den Kommunen, in den Ländern, im Bund und in der EU – wirkungsvoll zu vertreten. Auch gegenüber Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gilt es, die Bedeutung der planenden Berufe engagiert zu vermitteln und deren Stellung zu stärken. Die Kammer muss eine Kammer für alle Mitglieder sein, ob angestellt, verbeamtet oder freischaffend.

Wir stehen für einen an Zielen und Inhalten orientierten, kollegialen Austausch mit allen Mitgliedern der Bayerischen Architektenkammer. Die Meinungsbildung wollen wir für alle Beteiligten transparent und nachvollziehbar gestalten. Wir diskutieren offen, kontrovers und auf Augenhöhe, um gemeinsam Antworten auf die aktuellen Herausforderungen zu entwickeln.

Der BDA setzt sich ein für:

  • den intensiven Dialog mit allen Kollegen
  • die Vermittlung unserer Leistungen nach außen
  • eine aktive Kammerarbeit auf regionaler, überregionaler und europäischer Ebene
  • eine leistungsfähige und serviceorientierte Kammer
  • die enge Zusammenarbeit zwischen den Verbänden

3. FÜR DIE ANGESTELLTEN

In der Zusammenarbeit zwischen selbstständigen und angestellten Architekten entstehen Bauwerke auf hohem Niveau. Die angestellten Planerinnen und Planer sind unverzichtbare Teammitglieder, deren Rechte und Ansprüche wir stärken wollen.

Wir geben den Angestellten eine Stimme und setzen uns für ihre beruflichen Interessen ein. Dazu zählt für uns eine angemessene Entlohnung nach verlässlichen Richtwerten, Sicherheit in der Karriereplanung und ein ausgewogenes Angebot an Fort- und Weiterbildung. Auch die Bearbeitung qualitativ anspruchsvoller Projekte im Sinne der Baukultur, der lebendige Erfahrungsaustausch der Generationen und die Mitgestaltung der Kammerarbeit stehen für die guten Arbeitsbedingungen, die wir fördern wollen.

Der BDA setzt sich ein für:

  • eine faire Entlohnung
  • attraktive berufliche Perspektiven
  • regelmäßige Fort- und Weiterbildungen
  • die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

4. FÜR EINE GUTE AUS- UND FORTBILDUNG

Steigenden Anforderungen begegnet man nicht mit sinkenden Studienzeiten. Wir fordern eine generalistische und praxisnahe Ausbildung auf europäischem und internationalem Level, die unsere Absolventen zum interdisziplinären Arbeiten befähigt. Eine Studienzeit von mindestens fünf Jahren ist kein Luxus, sondern international längst Standard und die Voraussetzung für die kreative und kompetente Ausübung des Berufes.

Das komplexer werdende Baugeschehen stellt insbesondere Berufseinsteiger vor große Herausforderungen. Sie wollen wir begleiten und unterstützen. Um die baukulturelle Qualität und Vielfalt zu sichern, setzen wir uns dafür ein, dass junge Architektinnen und Architekten bei der Auftragsvergabe eine faire Chance bekommen. Mit Existenzgründern teilen wir unsere Erfahrungen, knüpfen Netzwerke und bieten so einen wichtigen Rückhalt für die Herausforderungen der täglichen Praxis.

Für Berufseinsteiger wie für Berufserfahrene gilt: Permanente Fortbildung erhält und fördert die Kompetenz. Bereits heute ermöglichen unsere vielfältigen Programme einen ständigen Wissensaustausch bei künstlerischen, technischen, energetischen und rechtlichen Neuerungen.

Der BDA setzt sich ein für:

  • mindestens fünf Jahre Studium
  • eine Ausbildung gemäß europäischem und internationalem Standard
  • die Förderung von Berufseinsteigern
  • eine hohe Qualifikation und Fortbildung

5. FÜR EINE LEBENDIGE Planungs- und Baukultur

Die gebaute Umwelt prägt unser Leben. Sie muss im Interesse aller geschützt, gepflegt und weiterentwickelt werden. Gesellschaftliche Herausforderungen wie die Energiewende, der demografische Wandel und die steigende Zuwanderung müssen daher – jenseits von Einzelaspekten und Partikularinteressen – gestalterisch kompetent umgesetzt werden. Der schonende Einsatz unserer Ressourcen ist dabei selbstverständlich.

Wir setzen uns für Gestaltungsbeiräte ein und engagieren uns in bestehenden Gremien, um politische und gesellschaftliche Akteure für anspruchsvolle Architektur zu sensibilisieren. Wir unterstützen den aktiven, moderierten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, um ihre Bedürfnisse qualifiziert berücksichtigen zu können. Im Gegenzug schafft die Darstellung der eigenen Ideen Vertrauen für zukünftige Bauvorhaben.

Öffentliche Aufträge und Planungswettbewerbe sind zu oft nur wenigen Büros vorbehalten. Das wollen wir ändern. Damit zukunftsfähige Ideen weiterhin Innovation, Vielfalt und Qualität im Bauwesen gewährleisten können, fordern wir mehr und vor allem offene Wettbewerbsverfahren bei öffentlich geförderten Projekten.

Der BDA setzt sich ein für:

  • Stärkung des Wettbewerbswesens
  • die Pflege der Baukultur und öffentliche Thematisierung architektonischer Qualität
  • Ausstellungen, Auszeichnungen, Diskussionen und Publikationen zu guter Architektur
  • einen qualifizierten Bürgerdialog
  • die kompetente Gestaltung gesellschaftlicher Herausforderungen